Transportversicherung

Was ist versichert

Versichert sind die im Vertrag genannten Güter während der Beförderung und den damit im Zusammenhang stehenden Lagerungen. Der Versicherer erstattet unter anderem Reparatur- oder Wiederbeschaffungskosten der Güter.
Auch Schadenabwendungs-, Schadenminderungs-, Schadenfeststellungskosten, Kosten der Ermittlung und Feststellung des versicherten Schadens sowie Kosten durch einen für diese Zwecke beauftragten Dritten sind abgedeckt. Ebenfalls ersetzt werden die Kosten der Umladung, der einstweiligen Lagerung sowie die Mehrkosten der Weiterbeförderung infolge eines Versicherungsfalls oder versicherten Unfalls des Transportmittels.

Beispiele

  • Ein F&E-Unternehmen bestellt ein hochsensibles Messgerät im Wert von einer halben Million Euro. Das Gerät wurde „ab Werk“ bezogen, damit übernimmt das Unternehmen den Transport vom Hersteller zum Labor selbst. Am Ziel angekommen, fällt das Gerät beim Abladen herunter. Die Reparatur durch den Hersteller sowie zusätzliche Gutachter- und erneute Frachtkosten erden durch den Versicherer abgedeckt.
  • Ein LKW, der medizinische Geräte geladen hat, gerät auf der Autobahn – aufgrund von Nebel – in einen Unfall. Der Anhänger kippt auf die Fahrbahn und die Autobahn wird für mehrere Stunden gesperrt. Die Polizei ermittelt, dass der LKW-Fahrer für die Sichtverhältnisse viel zu schnell unterwegs war und deshalb nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte. Die hochempfindlichen medizinischen Geräte müssen als Totalschaden abgeschrieben werden. Der Versicherer übernimmt die Regulierung des Schadens.

Zielgruppen

Alle Handels- und Produktionsbetriebe, die national oder international Güter versenden oder beziehen.

Besonderheiten

  • Selbst wenn Ihr Kunde bestätigt, dass er Versicherungsschutz hat, empfehlen wir eine subsidiäre Deckung, weil Sie sonst auf den Versicherer Ihres Kunden angewiesen sind, und dieser wird schnell Gründe finden, um den Schaden ganz oder teilweise abzulehnen. Mangelhafte Verpackung ist ein beliebter Einwand.
  • Auch bei Versand durch Drittdienstleister, empfiehlt es sich, auf den Versicherungsschutz des Spediteurs zu verzichten und sich als Verbotskunde eintragen zu lassen. Der Spediteur haftet nur bei seinem Verschulden.
  • Transportversicherungen sind Allgefahrendeckungen, d.h. alle Gefahren, denen die Güter während der Versicherungsdauer ausgesetzt sind, gelten als versichert.
  • Der Versicherungsschutz kann außerdem durch individuelle Vereinbarungen erweitert oder eingeschränkt werden.
  • Normalerweise nicht versicherte Schäden sind: Materialfehler, Fabrikations- und Konstruktionsfehler des versicherten Gutes; unsachgemäße Verladung sowie Mängel und Fehler handelsüblicher Verpackung; Vermögensschäden, z.B. Betriebsunterbrechung beim Abnehmer infolge verspäteter oder ausgefallener Lieferung.
  • Schäden werden reguliert, unabhängig davon, ob den Spediteur ein Verschulden trifft. Ihr Transportversicherer wiederum regressiert sich dann beim Spediteur, wenn ihm Verschulden nachgewiesen werden kann.
  • Prämienberechnungsbasis ist der Umsatz. Dadurch wird der Administrationsaufwand auf ein Minimum reduziert, da Versicherungsschutz pauschal besteht, ohne das lästige Anmelden von Einzellieferungen und Bezügen.

Besondere Baerkraft- Dienstleistungen für dieses Produkt

Assistenz für die schnelle und unkomplizierte Schadenabwicklung.
Unterstützung zur Fristeinhaltung für jährliche Abrechnung der tatsächlich erfolgten Transporte.
Aktive jährliche Prämienoptimierung.