Betriebshaftpflichtversicherung

Was ist versichert

Die Betriebshaftpflichtversicherung bietet Versicherungsschutz gegen Schadenersatzansprüche von Dritten, die aufgrund schuldhafter Verursachung gegen das Unternehmen oder gegen seine Mitarbeiter und Subunternehmer erhoben werden.
Neben der Zahlung einer Entschädigungsleistung nach Feststellung eines berechtigten Anspruchs liegt die Aufgabe einer Haftpflichtversicherung zunächst und insbesondere in der Abwehr unberechtigter Ansprüche.
Gedeckt sind Personenschäden, Sachschäden und entsprechende Vermögensfolgeschäden.

Beispiele

  • Wegen Glatteis stürzt ein Kunde auf dem betriebseigenen Parkplatz des Versicherungsnehmers und erleidet einen komplizierten Bruch. Er bleibt für längere Zeit arbeitsunfähig. Wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht verlangt der Kunde vom Versicherungsnehmer Schmerzensgeld und Verdienstausfall. Der Krankenversicherer des Verletzen möchte Ersatz seiner Heilbehandlungskosten.
  • Der Gast eines Speiserestaurants erleidet eine Lebensmittelvergiftung durch verdorbene Pilze. Die Krankenkasse verlangt Ersatz der Arzt- und Medikamentenkosten, und der Arbeitgeber des Gastes macht Lohnausfall für eine Woche Arbeitsunfähigkeit geltend. Zudem steht dem Gast noch ein Schmerzensgeld zu.
  • Ein Lackierbetrieb beschichtet auf seinem Hof eine große Treppenanlage. Durch starken Wind werden Lackpartikel auf das benachbarte Grundstück eines Autohauses getragen. Diverse Fahrzeuge, auf denen sich die Lackpartikel abgesetzt haben, müssen poliert bzw. zum Teil neu lackiert werden.
  • Der Mitarbeiter eines Elektroinstallationsbetriebes schließt Leitungen falsch an. In der Folge kommt es zu einem Kurzschluss mit Entzündung von Funken und einem daraus resultierenden Brand. Der Auftraggeber verlangt Ersatz des Gebäudeschadens und macht zusätzlich Mietausfall geltend.
  • Ein Schreiner fertigt ein mangelhaftes Treppengeländer an. Ein spielendes Kind verletzt sich schwer, als das Geländer an der schadhaften Stelle bricht. Es wird auf Dauer einen Rollstuhl nutzen müssen. Die Eltern verlangen für ihr Kind Schmerzensgeld, Kostenersatz für den Umbau einer behindertengerechten Wohnung und Mehraufwendungen für die Betreuung und Pflege des Kindes. Die Krankenkasse macht Ersatz ihrer Heilbehandlungskosten geltend.
  • Der nicht durch Seil gesicherte Mitarbeiter eines Dachdeckerbetriebs rutscht versehentlich von einem Holzbalken ab, fällt auf einen Betonboden und wird tödlich verletzt. Mit dem Vorwurf, es seien Unfallverhütungsvorschriften verletzt worden, verlangt die Berufsgenossenschaft Ersatz der monatlichen Unfallrente, die sie an die Hinterbliebenen zahlt.
  • Mitarbeiter eines Bauunternehmens führen Erdarbeiten durch. Dabei wird ein angrenzender Bach verunreinigt. Es kommt zu einem Fischsterben in einem naheliegenden Forellenzuchtbetrieb.

Zielgruppen

Alle juristischen Personen, alle Rechtsformen.

Besonderheiten

  • Das für den Bereich der gesamten Haftpflichtversicherung konzipierte Bedingungswerk der AHB (“Allgemeine Haftpflicht Bedingungen”) ist durch branchenübliche „Besondere Bedingungen“ über weite Bereiche abgeändert, meist zugunsten des Versicherungsnehmers.
  • Die Betriebshaftpflichtversicherung versichert nur gesetzliche Haftungsfälle, Schäden aus vertraglicher Haftung werden nicht übernommen.
  • Vermögensschäden sind nur versichert, wenn sie auf einem Personen- oder Sachschaden beruhen. Hierzu zählt z.B. der Verdienstausfall eines verunfallten Kunden.
  • Vorsätzlich verursachte Schäden sind nicht versichert. Die Ersatzpflicht beginnt bei grob fahrlässig verursachten Schäden.
  • Bei Personenschäden werden Behandlungskosten, Schmerzensgeld und sogar eventuelle Rentenansprüche erstattet.

Besondere Baerkraft-Dienstleistungen für dieses Produkt:

  • Aktive Verhandlung für den Kunden zum Einschluss spezieller Risiken in den Versicherungsschutz;
  • Aktives Monitoring zu Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Kunden sowie die Umsetzung des entsprechenden Schutzumfangs;
  • Kompetente Beratung und Begleitung hinsichtlich Dynamik des Bedarfs beim Kunden;
  • Aktive jährliche Nachverhandlung für den Kunden zur Optimierung des Bedingungswerks sowie der Prämiensätze.